Meine Geburt

Ich wurde am 13.05.2010 um 00:03 im Krankenhaus Vöcklabruck geboren, und meine Mama war überglücklich mich nach 24 Stunden schmerzhafter wehen und mehr als 38 Stunden Schlafenzug endlich in den Armen halten zu dürfen.

 

Doch der Weg bis sie mich endlich halten durfte war ein langer und sehr schwerer für Sie und auch für mich.

 

Meine Mami hatte am Morgen des 11. Mai 2010 einen Streit mit ihrer damaligen Nachbarin. Eigentlich war es mehr eine Diskussion als ein Streit aber Mami hat sich da ein bisschen reingesteigert, und musste sogar weinen. Jaja so sind sie die schwangeren Frauen oder nicht? :)

 

Jedefalls spürte meine Mama im Laufe des Tages die ersten Kontraktionen, nahm sie aber nur wie Regelschmerzen wahr und das konnte sie noch locker ignorieren.

SIe dachte sich auch nicht wirklich viel dabei, und vermutete eher dass sie die sogenannten Mutterbänder spürt oder ähnliches.

Am Abend wurden diese Kontraktionen dann immer häufiger und auch stärker, darum zog meine Mama über SMS eine gute Freundin zu Rate und beschrieb ihr ihre Schmerzen.

Diese sagte dann gleich "DU hast Wehen!! Richte dich fürs Krankenhaus zusammen". Es war also so weit, das waren bereits die ersten Wehen!

Meine Mami dachte sich aber sie möchte auf den Fotos im Krankenhaus nach der Entbindung aber hübsch aussehen, und weil sie im Geburtsvorbereitungskurs gelernt hatte dass man sich mit dem ins Krankenhaus fahren solange Zeit lassen sollte wie man es zuhause aushält weil eine Geburt Stunden dauern kann, beschloss sie sich noch ratz fatz die Haare nachzufärben! :)

Nachdem das geschafft war versuchte sie es noch so lange auszuhalten wie es ging und legte sich entspannt vor den Fernseher auf die Couch.

Gegen Mitternacht wurden die Wehen dann schon sehr schmerzhaft und Mami blieb immer noch tapfer auf der Couch liegen. Papi hatte sich derweil schlafen gelegt um noch ein paar Stunden Energie zu sammeln, doch das sollte nicht lange andauern.

Denn gegen 3:00 Uhr beschloss meine Mami ihn aufzuwecken damit sie sich auf den Weg ins Krankenhaus machen konnten, denn die Schmerzen waren schon so stark dass sie sich sicherer fühlte im Krankenhaus.

Papa stand also auf und sie packten noch alles nötige ein und gegen 4 Uhr waren Sie dann endlich im Krankenhaus.

 

Nach den ersten Untersuchungen zeigte sich dass Mamis Muttermund erst 2 cm offen war, die Geburt konnte also noch ein bisschen dauern!
Meine Eltern rannten also die Stufen auf und ab, langen im Wehenzimmer, versuchten sich mit Sudoku abzulenken, und liefen die Gänge auf und ab. Es tat sich nichts.

 

Die Wehen wurden zwar immer Stärker und auch die Abstände zwischen ihnen immer kürzer, aber trotzdem wollte der Muttermund nicht weiter aufgehen. Erst nach Stunden schafften Sie einen weiteren Zentimeter!

Mama hatte in der Zwischenzeit dann auch ein Bad, und war in der frischen Luft. Sie bekam ein Zimmer zugewiesen und ein Frühstück serviert und versuchte weiterhin die Schmerzen der ständigen Wehen tapfer zu ertragen.

 

Erst gegen halb 4 Nachmittags kam Sie dann endlich in den Kreissaal! Aber bis zu meiner tatsächlichen Ankunft sollte es noch Stunden dauern!

 

Nach einigen Stunden war Mama dann schon am Rande ihrer Kraft angelangt und die Ärztin riet ihr zu einer PDA.

Das wollte Mami auf keinen Fall, da sie davon gar nichts hielt. Sie stellte sich die Geburt immer als anstrengenden Kampf vor den Mutter und Kind gemeinsam kämpfen, denn es kostet beiden sehr viel Kraft und ist für beide sehr anstrengend. Und Mami hielt gar nichts davon mich diesen Kampf alleine austragen zu lassen!

Aber die nette Ärztin stellte Sie vor die Wahl:

Entweder PDA, oder Notkaiserschnitt falls ihr dann beim Pressen die Kraft ausging.

Zu diesem Zeitpunkt war Mama auch schon sehr erschöpft und zitterte heftig weil ihr Kreislauf völlig im Keller war.

 

Mami entschied sich dann für die PDA.

Und als es dann soweit war und der Anesthesist da war um ihr die PDA zu legen, war sie richtig nervös und ängstlich.

Sie wurde betäubt, aber spürte den Stich trotzdem ziemlich stark.

Und sie spürte fast alles was der Anesthesist versuchte um den Schlauch in ihren Epiduralraum zu bringen. Doch dieser schien ziemlich eng zu sein, was der Grund dafür war warum er damit keinen Erfolg hatte.

Er stoch noch einmal und schaffte es wieder nicht.

Erst beim dritten Versuch für den er aber dann eine andere Anesthesistin kommen lies klappte es.

Für eine ganz kurze Zeit waren die Schmerzen der Wehen ein wenig gelindert, was aber nicht heissen soll dass Mami in dieser Zeit keine Schmerzen hatte. Sie spürte jede Wehe und es tat auch jede Wehe weh, nur halt nicht mehr so schlimm weh wie zuvor.

Aber dieser Zustand sollte nicht von langer dauer sein..

Denn schon nach wenigen Wehen, sprang Mamis Muttermund wie wenn er es wüsste dass Sie sich gerade versucht auzuruhen und Kräfte zu sammeln, von 7cm auf 9 cm!

 

Schon langsam näherten sie sich also meiner Ankunft hier auf dieser Erde!

Mami veratmete Wehe für Wehe bis endlich der Zeitpunkt kam an der die Hebame erlaubte zu pressen!

Mami kämpfe und presste tapfer weiter, schon am Ende ihrer Kräfte angelangt, bis sie mich endlich, um 00:03 am 13. Mai in ihre Arme schließen durfte!

Mama und Papa waren so überglücklich wie es mit Worten nicht zu beschreiben ist, und auch ich war froh das endlich durchgestanden zu haben und die Haut meiner Mami auf meiner spüren zu können!

 

Schon nach kurzer Zeit nahm mich dann mein Papi in seine starken Arme und hielt mich für Stunden fest!

Meine Mama musste operiert werden weil sich der Mutterkuchen nicht selbstständig löste, und ich durfte erst am nächsten Morgen dann zurück in ihre Arme.

 

Ich sag es euch Leute, so eine Geburt ist nicht ohne! Ich war so froh als ich wieder bei meiner Mama sein durfte und endlich die leckere Milch zu trinken bekam!

 

Auch meine ganze Familie kennenzulernen war wunderschön! Nach 4 Tagen im Krankenhaus durften wir dann auch nachhause und ich erlebte gleich mehrere tolle Sachen auf einmal! Autofahren, frische Luft, neues Zuhause und ich lernte meinen Kuschelkater Fluffy kennen! es war wunderschön mit Mama und Papa und Fluffy zu kuscheln und wie genießten die gemeinsame Zeit!

 

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Das bin ich an meinem 1. Lebenstag
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